Die Arbeit in den Reben und im Keller

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Alles beginnt im Winter, wenn die Reben ruhen. Wir wählen zwei Zweige und einen neuen Trieb, alles andere wird geschnitten. Das nennt man hier bei uns die „Taille“.

Im Februar – März binden wir die Zweige in Bögen und helfen so der Rebe beim Austrieb. 

Im April - Mai beginnen wir mit den Rückschnitten. Alle Triebe, die nicht am Kopf des Rebstocks wachsen werden eliminiert.

Juni ist Blütezeit. Der Beginn der Blühte legt mit einiger Präzision auch den Beginn der Ernte fest, normalerweise 100 Tage später.

Eggen und Mähen folgen. Wir bearbeiten nur jede zweite Reihe und erlauben den natürlichen Wuchs in den anderen. Das stärkt die Reben und hält doch Unkraut unter Kontrolle. Eggen belüftet den Boden und die Mahd sorgt für organischen Dünger.

Im Juni – Julie binden wir den Wein ins Spalier wobei die neuen Triebe noch oben ausgerichtet werden. Die Arbeit ist zwar mechanisiert, verlang aber noch viel Feinarbeit von Hand. Das Laub um die Trauben wird von Hand entfernt, um Licht und Luft an die Früchte zu lassen. Wir vermeiden so ein Fäulnisrisiko.

Als nächstes und wenn das Jahr es verlangt, kommt die Grünleese. Bei der Grünleese werden alle überflüssigen Trauben abgeschnitten. So limitieren wir die Menge und sichern eine hohe Qualität.

Im August schneiden wir wieder alle überflüssigen und langen Triebe zurück, um Licht und Luft an unsere Reben zu lassen. Diese Arbeit ist weitgehen mechanisiert.

September – Oktober ist Erntezeit. Den Beginn der Ernte legt der Präfekt gemeinsam mit einer Kommission von Experten fest. Wir beginnen mit den Trauben für den Cremant d’Alsace, normalerweise um den 15. September, und enden einige Wochen später mit der Spätlese oder gar der „Selection Grains Nobles“, sofern es das Wetter gut mit uns gemeint hat.

Dann fängt der lange Prozess des Weinmachens mit der Fermentation der Trauben an. Einmal fertig, wird der Wein auf Flaschen gefüllt und darf dann in unserem Keller reifen. Die Abfüllung beginnt im April und kann sich bis zum späten August ziehen, je nach unserer Auslastung mit anderen Arbeiten in Reben und Keller. Erst kurz vor dem Verkauf werden die Flaschen etikettiert.

Und dann, endlich, könne Sie unsere Meisterwerke, unseren ganzen Stolz probieren und genießen.